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Tagesgedanke 02.02.2022: Was uns nicht umbringt

Eher ein Brückengedanke, ein nächtlicher, von einer verschneiten Fußgängerbrücke aus ^^ 

Was uns nicht umbringt macht uns stärker. Abgedroschen wie so vieles. Und trotzdem hat's was... Vor allem, wenn man dabei nichts übersieht; wenn man nicht vergisst, dass darin zwei Dinge enthalten sind: Wir überleben, und, mehr als das, wir werden besser dabei.  Zumindest können wir besser werden, das Potential ist da. Sehn wir aber nicht manchmal nur das "Es bringt mich nicht um, also bin ich recht stark, das ist ja schonmal was... Ich überlebe, ich schaff das"? Was ist mit Teil 2? Was, wenn wir nicht nur im Netz von "Ich schaffe das" hängen bleiben, sondern drüber hinaus schauen, uns beim Wachsen zuschauen, auch wenn's weh tut. Aber zu wissen, dass wir in Zukunft, irgendwann, das nächste Mal, wo's uns erwischt, um dieses große Stück besser, stärker sein werden, setzt doch  noch einen obendrauf. Dann liegt der Sinn nicht nur im Schaffen, sondern darin, einen Nutzen daraus zu ziehen. Nicht Leid zu vermeiden, das brauchen wir gar nicht erst versuchen, sondern Gutes daraus zu schaffen, indem wir stärker, besser werden; oder das nächste Mal Leid schon im Vornherein zu mindern, nicht, weil es geringer ist, sondern weil man besser darin geworden ist, es zu nutzen. In diesen Satz gehört auch "Ich bin stärker als ich denke" und vor allem: "Ich bin stärker als ich war. Und auch damals hab ich überlebt."